Meinung

Machtübergabe in den USA: Bidens Team steht für das Prinzip Ehrlichkeit

-
+
-

Der Faktor Vernunft dürfte es nicht gewesen sein, der Donald Trump nun bewogen hat, den Machtübergang in den USA nicht mehr vollständig zu blockieren. Vielmehr haben wohl der Druck der eigenen Partei und die Erkenntnis Früchte getragen, den Realitäten nicht mehr länger ausweichen zu können.

Zwar dürfte der bis zum 20. Januar 2021 amtierende Präsident weiter versuchen, den klaren Sieg Joe Bidens als illegitim und durch finstere Mächte oder manipulierte Wahlmaschinen erschlichen darzustellen. Doch damit betrügt er sich nur selbst.

Deshalb ist es auch konsequent, dass Biden nun damit begonnen hat, sein Kabinett und seine wichtigsten persönlichen Berater auszuwählen. Die ersten Entscheidungen zeigen, dass man auch in Europa aufatmen darf. Denn mit Antony Blinken (Außenminister) und Jake Sullivan (Nationaler Sicherheitsberater) hat der Demokrat zwei erfahrene und kompetente Persönlichkeiten benannt, denen es aufgrund ihrer Vita gelingen dürfte, den durch Trump und sein „America first“-Team angerichteten Schaden langfristig zu beheben.

Das gilt vor allem für den Vertrauensbereich. Doch Bidens Personal steht auch für das Prinzip Ehrlichkeit in der Politik. Das ist nach der Ära Trump eine große Erleichterung.

Redaktion@ovb.net

Kommentare