Preislimit für Masken muss her

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Pflicht für FFP2-Standard. KLAUS RIMPEL.

Der Optimismus, mit dem Deutschland in dieses Impf-Jahr gestartet ist, verflüchtigt sich zusehends. Dafür wächst der Unmut über den immer wieder verlängerten Lockdown. Fehler der Bundesregierung und der Länder-Chefs werden vor diesem Hintergrund nicht mehr einfach mit der Entschuldigung abgehakt: Bei einem derartigen neuen Virus weiß ja keiner so genau… Ein Beispiel für solch einen objektiven Fehler ist die FFP2-Pflicht: Statt rechtzeitig vor der Verordnung der Maskenpflicht den FFP2-Schutz zentral zu beschaffen und ein Preislimit zu setzen – was dank Infektionsschutzgesetz möglich wäre – lässt die Regierung Apotheken und Einzelhändler munter abkassieren.

Dass ein staatlich vorgegebener Niedrig-Preis für die Masken durchaus machbar ist, zeigt unser Nachbarland Österreich (wo, nebenbei, etliche Einzelhändler die Masken freiwillig verschenken). Und Deutschland? Wir setzen auf ein bürokratisches Gutschein-System – ein teurer Riesen-Aufwand für die Krankenkassen, von dem nur über 60-Jährige und Risiko-Patienten profitieren. Für Hartz-IV-Empfänger braucht‘s dann noch eine Extra-Bürokratie über die Kommunen. Und am Ende all dieser staatlichen Mühen bleiben viele Bedürftige trotzdem auf den Kosten für überteuerte Masken sitzen. Genial.

Klaus.Rimpel@ovb.net

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