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Pflicht zur FFP2-Maske in Bayern ist sinnvoll, birgt aber auch Konfliktstoff

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  • vonMarc Beyer
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FFP2-Maskenpflicht. MARC BEYER.

Dass Maske nicht Maske ist, war schon klar, als noch Halstücher als Notlösung durchgingen. Längst genügt es nicht mehr, Mund und Nase irgendwie zu bedecken. Artikel wie Gesichtsvisiere sind zum Glück Vergangenheit.

Nun FFP2-Masken in Bussen, Bahnen und Geschäften vorzuschreiben, ist zunächst mal konsequent. Die Pflicht gilt an Orten, an denen man sich näher kommt, als man sollte. Es würden einem da noch andere einfallen, Fahrstühle zum Beispiel. Die Vorgabe macht aber dort halt, wo man ein gewisses Maß an Kontrolle über sein Umfeld hat, etwa am Arbeitsplatz. Kein Kollege kommt einem so nah wie der Nebenmann im S-Bahn-Gang.

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FFP2-Masken als Pflicht empören auch

Bei aller Sinnhaftigkeit hat der Beschluss dennoch Empörungspotenzial, weil er unvermittelt kommt und praktische Fragen aufwirft. Den Bedarf zu stillen, sollte hinhauen, doch ein Billigprodukt sind die Masken sicher nicht – aber auch, anders als Einwegmodelle, kein Wegwerfartikel. Es wird schwierig werden, Wucher einzudämmen. Deshalb ist es nur ein kleiner Trost, dass Senioren sie ohnehin gratis bekommen. FFP2 hat seinen Preis, und der wird so schnell nicht sinken. Sinnvoll investiert ist das Geld in diesen ungesunden Zeiten trotzdem.

Schreiben Sie unserem Autor: Marc.Beyer@ovb.net

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