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Meinung

Pfingsten 2021: Der Geist der Verständigung

Claudia Möller online rahmen
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Claudia Möllers

Pfingsten ist das Hochfest, an dem im Glauben der christlichen Kirchen der Heilige Geist auf die Jünger herabkam, die plötzlich in fremden Sprachen sprechen konnten. Jeder hörte die Jünger in seiner Muttersprache reden. Man verstand sich – was für ein Segen!

Das Wunder des Verstehens benötigen die Kirchen heute mehr denn je. Derzeit spiegeln sie nach vor allem ein Bild des Streits und drohender Spaltung wider. Immer tiefer wurde in den vergangenen Jahrzehnten der Bruch zwischen Bewahrern und Reformern. Immer schärfer die Rhetorik, die nicht zuletzt durch die angeblich „sozialen Medien“ immer unbarmherziger wird.

Die Kirchen sind systemrelevant in unserer Gesellschaft. Je mehr sie aber an Bedeutung, an Ansehen und verbindender Kraft verlieren, desto größer wird die Leere, die sie hinterlassen, wenn sich immer mehr Menschen abwenden. Gebraucht wird ein gemeinschaftsstiftender Geist, der auch über unterschiedliche Positionen hinweg eine verbindende Grundhaltung ermöglicht. Ein Bemühen darum, dass man einander zuhört und zu verstehen versucht.

Und nicht mit einem Anspruch auf den alleinigen Besitz der Wahrheit nur eigene Überzeugungen durchsetzen will. Das könnte ein Modell sein, das für Gesellschaft und Politik in der Post-Corona-Zeit wegweisend sein kann. Die Pandemie zeigt der Welt, dass man nur gemeinsam das Übel bekämpfen kann. Dazu braucht es den Geist der Verständigung und ein neues Pfingsten.

Claudia.Moellers@ovb.net

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