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Meinung

Berlin und Tel Aviv als Austragungsorte von Olympia 2036? Wohl nur ein olympischer Traum

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Armin Gibis
  • Armin Gibis
    VonArmin Gibis
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Wenn sich Berlin und Tel Aviv gemeinsam um olympische Spiele bewerben, ist das ein wunderschönes Symbol der Versöhnung. Aber ist das auch praktisch möglich?

Die Idee hat ihren Zauber. Berlin und Tel Aviv bewerben sich gemeinsam für Olympia 2036. Deutschland und Israel vereint im Zeichen der fünf Ringe. Allein das schon ist symbolstark genug. Dieses Vorhaben, das derzeit in Berlin diskutiert wird, wäre eine wunderbare Geste, die von Verständigung und Versöhnung zeugt.

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Hinzu kommt die ganz besondere historische Dimension. 1936 wurden die Olympischen Spiele in Berlin von den Nazis zur Vortäuschung von Weltoffenheit und Friedfertigkeit missbraucht. Und so blieb dieses Sportfest auch als eine Propagandaaktion von Verbrechern in Erinnerung, die verantwortlich waren für Weltkrieg und Holocaust. Doch Berlins olympischer Schulterschluss mit Israel, das wegen des Terroranschlags bei den München-Spielen 1972 ein zweites Olympia-Trauma mit Deutschland verbindet, gäbe den Spielen – 100 Jahre später – gerade durch die unselige Vorgeschichte die Strahlkraft einer grandiosen Friedensbotschaft.

Nur: Lassen sich Olympische Spiele wirklich zweiteilen? Selbst wenn man die organisatorischen Probleme außer Acht lässt, erhebt sich Zweifel. Der Reiz dieses Sportfestes besteht ja darin, dass sich die ganze Sportwelt an einem Ort trifft – und nicht verteilt auf zwei Erdteile in zwei Städten, die 3000 Kilometer voneinander entfernt liegen. Berlin und Tel Aviv – ist eine tolle Idee. Aber vermutlich wird es bei einem olympischen Traum bleiben.

Schreiben Sie unserem Autor: Armin.Gibis@ovb.net

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