Öffnung der Schulen Ein recht zaghafter Beginn DIRK WALTER

Öffnung der Schulen. Ein recht zaghafter Beginn .

DIRK WALTER

Die Öffnung der Schulen, wie sie gestern skizziert wurde, könnte man sich auch etwas schneller vorstellen. Es ist schon ein recht zaghafter Beginn. Zumindest für die Abschlussklassen mit den älteren Schülern hätte der Unterrichtsstart auch in Bayern auf kommende Woche gelegt werden können, und nicht erst auf den 11. Mai. Zeit, dies vorzubereiten, wäre ja in den Ferien gewesen. Nun aber gibt es leider mindestens noch drei Wochen Corona-Zwangsurlaub – und für jüngere Schüler dürfte das Schuljahr sogar ganz gelaufen sein. Das stürzt Schüler und Eltern in große Schwierigkeiten.

Denn bei allem Verständnis für den Gesundheitsschutz an den Schulen: Es gibt noch mehr Problemlagen, die berücksichtigt werden müssen. Für die Eltern jüngerer Kinder wird es immer schwieriger, die Betreuung zu organisieren. Hier darf man auf Antworten der Staatsregierung gespannt sein. Auch Arbeitgeber müssen hier nachgiebig sein. Aber mehr noch: Kindern aus sozial schwachen Elternhäusern werden zusehends abgehängt, sie sind die Bildungsverlierer des Corona-Jahres. Im eingeschränkten Maß gilt das auch für alle anderen Schüler. Denn: Der digitale Unterricht ist – bisher jedenfalls – bei Weitem nicht so effektiv, wie oft suggeriert wird. Es fehlt die stete Rückkoppelung an die Lehrer und auch die Erfolgskontrolle. Nun rächen sich Versäumnisse der Vergangenheit.

Dirk.Walter@ovb.net

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