Neuer Feiertag für Berlin Man gönnt sich ja sonst nichts

Neuer Feiertag für Berlin. Man gönnt sich ja sonst nichts .

GEORG ANASTASIADIS

Berlin schmeißt noch ’ne Party: Am 8. März feiert die Arm-aber-sexy-Metropole künftig jedes Jahr den „Internationalen Frauentag“. 160 Millionen, so hat es die örtliche Wirtschaft ausgerechnet, kostet der zusätzliche gesetzliche Feiertag. Wer sich, wie die spießigen Bayern, darüber empört, sollte sich wieder einkriegen: Verglichen mit den 4,4 Milliarden Euro (jährlich), mit denen die Bundeshauptstädter und Bundeshauptstädterinnen derzeit von den anderen Bundesländern gesponsert werden, sind die zusätzlichen Millionen echte Peanuts. Und an die 13 Feiertage im barocken weiß-blauen Freistaat werden die Berliner mit ihren bald zehn auch in Zukunft nicht ganz heranschmecken können. Frauentag hin, Frauentag her.

Obwohl: Wenn schon ein Feiertag mehr, wäre Arbeitgebern und Kirchen der Reformationstag lieber gewesen, so ist zu hören. Der wäre auch deutlich billiger gewesen, weil da rings um Berlin herum sowieso schon die Arbeit ruht. Aber ein Tag der Besinnung und inneren Einkehr? Da kannten die Bosse und die Bischöfe die lebenslustigen Hauptstädter*innen und ihren fidelen rot-rot-grünen Senat schlecht. Und mal ganz nebenbei gesagt: In Bayern behaupten böse Zungen, dass in Berlin auch an ganz normalen Werktagen gar nicht sooo viele Menschen zur Arbeit gehen. Also bitte alle wieder abregen!

Georg.Anastasiadis@ovb.net

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