Nährwertkennzeichnung „Light“ ist oft eine Mogelpackung

Nährwertkennzeichnung. „Light“ ist oft eine Mogelpackung .

BARBARA NAZAREWSKA

Es ist eine traurige Wahrheit: Mit „leichten“ Lebensmitteln können Hersteller gut tricksen. Die meisten Menschen glauben nämlich: „Light“ bedeutet automatisch gesund. So ist es aber nicht! Das hat auch jüngst Stiftung Warentest festgestellt: „Mit ,Light-Produkten lassen sich zwar Fett und Zucker einsparen – Kunden erkaufen sich die Ersparnis aber oft mit ungesunden Fetten, umstrittenen Süßstoffen oder Zusatzstoffen“, heißt es in der hauseigenen Zeitschrift „test“. Der Konsument als Opfer? Nun, so einfach ist es nicht.

Jeder mündige Bürger, der Wert auf ausgewogene Ernährung legt, sollte sich beim Einkauf die Zeit nehmen, die Nährwerttabellen und Zusatzverzeichnisse von „Light“-Produkten mit denen herkömmlicher Produkte zu vergleichen – und von Natur aus Zucker- und Fettarmes zu bevorzugen, etwa Gemüse, Joghurt pur, Magerquark. Das mag lästig sein. Aber am Ende zahlt es sich aus.

Auch die Politik hat sich, nach langem Zögern, dazu entschlossen, den Verbraucherschutz voranzutreiben: indem sie auf den „Nutri-Score“ setzt. Eine Gesundheitsampel von A bis E, die – vereinfacht ausgedrückt – auf den ersten Blick zeigt, ob etwas gesund (grün), mittelgesund (gelb-orange) oder ungesund (rot) ist. Das farbige Symbol ist ein guter erster Schritt. Die Ampel ist aber nicht verbindlich. Schade! Immerhin: Wer Lebensmittel mit einem tiefroten „E“ meidet, macht schon einiges richtig – selbst wenn auf solchen Produkten mal „Light“ draufsteht.

Barbara.Nazarewska@ovb.net

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