Zum Muttertag Mütter: Heldinnen der Corona-Krise BARBARA NAZAREWSKA

Zum Muttertag. Mütter: Heldinnen der Corona-Krise .

BARBARA NAZAREWSKA

Man muss keine Feministin sein, um zu erkennen, dass Frauen, speziell Mütter, in der Corona-Krise Außerordentliches leisten – insbesondere diejenigen, die zwischen Homeschooling, Kinderbetreuung, Haushalt und, nicht zu vergessen, Beruf rotieren. Natürlich ist es schön, wenn Mama am Sonntag Blumen bekommt und vielleicht noch ein Frühstück ans Bett. Schöner wäre es, wenn sich ganz grundsätzlich ein paar Dinge ändern: für alle Mütter! Ob berufstätig oder nicht.

Machen wir uns nichts vor: Frauen, die für ihre Kinder daheim bleiben, werden vielfach mit der Aussicht auf Altersarmut bestraft – als Hausfrauen und Mütter bekommen sie später viel weniger Rente. Frauen, die wiederum einem Beruf nachgehen, müssen sich indes oft mit starren Arbeitsmodellen abfinden. Dabei sind familienfreundliche, flexible Arbeitszeiten kein Hexenwerk – das zeigt ja die Corona-Krise. Nebenbei: Gibt es einen rationalen Grund dafür, dass Frauen deutlich weniger verdienen als Männer, bei gleicher Leistung? Wohl kaum.

Fakt ist: In der Corona-Krise hat die Belastung aller Mütter massiv zugenommen, das belegen Daten. Wissenschaftler schlagen Alarm: Der Ausnahmezustand wirft uns gesellschaftlich 30 Jahre zurück. Manche Vorgestrigen mögen das gut finden, früher war ja alles besser. Realistisch betrachtet ist das eine Katastrophe! Nicht nur für Mütter, sondern für alle Familien. Nutzen wir also den Muttertag, um nach vorne zu blicken – und politisch ein paar Dinge fortschrittlicher zu gestalten als bisher.

Barbara.Nazarewska@ovb.net

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