München will Pendlerspuren Lasst den Ideen endlich Taten folgen

München will Pendlerspuren. Lasst den Ideen endlich Taten folgen.

MARC KNIEPKAMP

München ächzt unter der zunehmenden Verkehrslast – und so ist ein „Verkehrskonzept“ der zentrale Baustein für quasi alle Parteien im Kommunalwahlkampf. In der Analyse sind sich dabei fast alle einig: So kann es nicht weitergehen. Und eigentlich liegen auch die Rezepte gegen den Verkehrsinfarkt längst auf dem Tisch.

Jetzt hat Oberbürgermeister Dieter Reiter ein weiteres Verkehrskonzept vorgestellt. Es enthält jede Menge gute Ideen – die aber nicht unbedingt neu sind. Deshalb ist es jetzt wichtig, endlich Nägel mit Köpfen zu machen. Etwa bei den Pendlerspuren: Wer im Berufsverkehr den Fehler macht und auf den Mittleren Ring fährt, der wird im Stau um sich herum lauter Menschen sehen, die allein in ihren Autos sitzen. Eine Schnellfahrspur für Autos mit drei oder mehr Insassen, die Reiter – und auch andere – vorschlagen, wären also ganz offensichtlich segensreich.

Es gilt also, den Ideen Taten folgen zu lassen. Die Große Rathauskoalition hätte in den vergangenen Jahren die Zeit dazu gehabt – passiert ist zu wenig. Welche Gruppierungen auch immer bei der Wahl im März eine Mehrheit im Stadtrat erringen – sie werden sich daran messen lassen müssen, mit wie viel Energie sie sich der raschen Umsetzung innovativer Verkehrskonzepte widmen.

Marc.Kniepkamp@ovb.net

Kommentare