Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Meinung

Merz rechnet mit Merkel ab: Richtige Analyse, aber keine Lösung 

Mike Schier online rahmen
+
Mike Schier
  • Mike Schier
    VonMike Schier
    schließen

Es ist ein bemerkenswerter Text, den Friedrich Merz da in der „Zeit“ verfasst hat.

„Wir müssen eingestehen, dass wir uns geirrt haben“, hat der neue CDU-Chef darübergeschrieben. Das ist nett vor ihm. Denn mit „wir“ meinte er vor allem: Angela Merkel. Und fast alle anderen, die in den vergangenen 20 Jahren Politik gemacht haben. Vor allem Olaf Scholz, aber sicher auch ein wenig Markus Söder und Christian Lindner. Zu sanfte Außenpolitik gegenüber Wladimir Putin, naive Energieabhängigkeit von Russland, zu gutgläubige Verteidigungspolitik.

Der späte Rückkehrer Merz hat das Privileg, all das auszusprechen, was jetzt offensichtlich scheint. Anders als Scholz oder Söder, die noch zum Jahreswechsel auf Nord Stream 2 pochten, hatte Merz schon nach der Vergiftung von Alexej Nawalny für einen zweijährigen Baustopp plädiert. Das macht es ihm nun auch leichter, als Oppositionsführer im Bundestag auf alte Versäumnisse hinzuweisen. Und mit seiner klaren Distanzierung zeigt er auch, dass in der CDU zumindest eine Aufarbeitung stattfindet, anders als in der SPD, die das Fiasko ihrer Russland-Politik allein auf Gerhard Schröder reduziert.

Merz hingegen hat ein anderes Problem: Einfache Lösungen, wie man aus dem Energiedilemma kommt, weiß auch er nicht. In der Opposition müsste er sie zwar nicht haben, aber der Anspruch der Gestalter-Partei CDU an sich selbst ist eigentlich ein anderer.

Mike.Schier@ovb.net

Kommentare