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Meinung

Umbruch an der Staatsoper: Eine neue Form von Popularität

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Markus Thiel

Die Kinder greifen im Supermarkt nach den Schokoriegeln, doch Papa mahnt liebevoll: Äpfel und Gelbe Rüben seien doch viel gesünder.

So könnte sich auf den ersten Blick das Verhältnis zwischen Musik-Kulinarikern und Serge Dorny, dem neuen Intendanten der Bayerischen Staatsoper, darstellen. Neun Premierenwerke seiner ersten Saison entstanden nach 1900, das dürfte manchen Münchner Operngänger überraschen.

Ein großer, notwendiger Umbruch bahnt sich da am Max-Joseph-Platz an. Er offenbart, wo das Haus bislang blank ist. Das betrifft Stücke, die kein Verschreckungspotenzial haben, sondern Meisterwerke nicht nur ihrer Zeit sind. Es betrifft auch die Inszenierungs-Ästhetik, und es scheint, dass Dorny die Gabe hat, für „seine“ Opern die richtigen Regisseurinnen und Regisseure auswählen zu können.

Und es betrifft die Verpflichtung vielversprechender Künstlerinnen und Künstler, deren Namen manchen (noch) nichts sagen: So viele Debüts gab es lange nicht.

Zugleich verlässt die Bayerische Staatsoper ihren Sockel. Sie begibt sich in die Region. Und sie sucht den Kontakt zu anderen Kulturinstitutionen. Eine Premiere findet etwa im Münchner Volkstheater statt, das war bis dato undenkbar. Popularität, so signalisiert Dorny, definiert sich also nicht nur über Schlager und Stars. Zur Beruhigung: Schokoriegel gibt’s ja in den nächsten Spielzeiten.

Markus.Thiel@ovb.net

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