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Meinung

Superreiche und die Steuern: Grenzen für die Gier

Markus Mäckler-online-rahmen
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Markus Mäckler

Im Sommer durchbrach Jeff Bezos die finanzielle Schallmauer: Plötzlich war der Amazon-Gründer laut dem Magazin „Forbes“ 200 Milliarden Dollar schwer.

Inzwischen ist sein Vermögen zwar wieder unter die 200er-Schwelle gefallen, Mitleid erübrigt sich trotzdem. Obszöner als Bezos’ Reichtum sind nur die neuesten Enthüllungen.

Sie zeigen, dass der Multimilliardär jahrelang wenig bis gar keine Einkommenssteuer gezahlt hat. Zeitweise rechnete er sein Einkommen so geschickt mit Verlusten gegen, dass ihm die Steuerbehörde sogar einen Kinderfreibetrag gewährte. Er ist nur einer von vielen Fällen, über die man sich echauffieren darf, ja muss.

Zur Wahrheit gehört aber auch: Superreiche wie Bezos nutzen nur die (legalen) Schlupflöcher, die ihnen der Staat bietet. In den USA ist inzwischen eine lebhafte Diskussion über derlei Ungerechtigkeiten entbrannt. Aber die Sache geht über Amerika hinaus. Auch europäische Staaten haben es lange zu ihrem Geschäftsmodell gemacht, Amazon, Facebook und Co. unliebsame Steuern zu ersparen.

Die globale Mindeststeuer für Unternehmen, auf die sich die G7-Staaten jüngst geeinigt haben, könnte ein gewaltiger Schritt sein, um der Gier Grenzen zu setzen. Olaf Scholz, der sich den Erfolg gutschreiben darf, muss nun bei den Detailverhandlungen genau hinschauen und neue Schlupflöcher verhindern. Sonst wäre der viel gepriesene große Wurf am Ende nur Fassade.

Marcus.Maeckler@ovb.net

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