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MEINUNG

Krankenkassen-Finanzloch: Spahn vergisst seinen Beitrag

Sebastian Horsch online rahmen
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Sebastian Horsch
  • vonSebastian Horsch
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In den Finanzen der Deutschen Krankenkassen klafft ein gigantisches Loch. Zwischen 14 und 19 Milliarden Euro fehlen für das kommende Jahr – so ganz genau weiß das noch niemand. Satte Beitragserhöhungen drohen.

Gesundheitsminister Jens Spahn nimmt deshalb Finanzminister Olaf Scholz in die Pflicht. und fordert einen zusätzlichen Steuerzuschuss von 12,5 Milliarden Euro, um die Corona-Folgen abzufedern. Was Spahn allerdings verschweigt, ist sein eigener Beitrag zur Kostenexplosion.

Mit etlichen teuren Gesetzen belastete der Minister in den vergangenen Jahren die zunächst noch gut aufgestellten Kassenfinanzen. Gegen den Willen der Kassenchefs drängte er darauf, Rücklagen abzuschmelzen. Warnungen, dass sich das rächen könnte, gab es schon lange, bevor Corona die Welt veränderte – er ignorierte sie.

Daran war nicht alles falsch. Schließlich gehört das Geld der Kassen den Versicherten und sollte somit auch in deren Versorgung fließen. Die Frage ist allerdings, ob der Minister nicht doch etwas zu ausgabefreudig war.

Die Rechnung bekommen nun die Beitrags- und Steuerzahler. Und das womöglich nicht zum letzten Mal. Um die Kosten zumindest für die Zukunft zu senken, sollte das Augenmerk nicht allein auf Arzneimittelpreisen und Klinikstrukturen liegen. Auch durch mehr Digitalisierung lässt sich sparen. Dass das Gesundheitswesen dabei großen Nachholbedarf hat, zeigt sich derzeit fast täglich.

Sebastian.Horsch@ovb.net

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