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Meinung

Impfstart der Betriebsärzte: Hoffentlich keine leeren Spritzen

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Andreas Beez

Vor einem knappen halben Jahr haben wir bei den Corona-Impfungen eine schwere Geburt erlebt.

So groß die Freude über die Entwicklung der ersten Vakzine in atemberaubender Geschwindigkeit war, so frustrierend wirkte die bittere Lebenswirklichkeit, dass viel zu wenig von den herbeigesehnten Wirkstoffen zur Verfügung stand und steht. Seitdem versucht der zuständige Minister Jens Spahn, einer der weltführenden Impffortschrittsbeschwörer, die Ungeduldigen mit Durchhalteparolen zu sedieren. Erst versprach er einen Impfturbo durch die Hausärzte, jetzt sollen die Betriebsärzte in ihren Unternehmen möglichst wie am Fließband impfen.

Einmal mehr steht Spahns Strategie auf tönernen Füßen – ihr Fundament wirkt ähnlich zerbrechlich wie bei der reichlich späten Beteiligung der Hausärzte. Sie wurden anfangs zwar heftig umworben, aber – wider Erwarten – mit Bonsai-Mengen von Biontech & Co abgespeist. Hoffentlich ergeht es den Betriebsärzten nicht genauso.

Ein Erfolg wird ihre unbestritten sinnvolle Einbindung erst dann, wenn sie schnell genügend Impfstoff zur Verfügung haben. Sonst bewirken die Einladungen der Personaler an die Belegschaften nur erneute Ernüchterungen und Eifersüchteleien im Kollegenkreis. Sollten die Betriebsärzte gleich in den ersten Tagen mit leeren Spritzen dastehen, wäre der Effekt ähnlich überschaubar wie die Aufhebung der Impfpriorisierung.

Andreas.Beez@ovb.net

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