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Für den Waldkraiburger Einzelhandel: Gemeinsam Wege finden

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Von: Hans Grundner

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Johann Grundner
Johann Grundner © re

Waldkraiburg hat es schwer genug, sich als Einkaufsstandort zu positionieren, findet unser Autor Hans Grundner. Kommunikationsprobleme zwischen Kaufleuten und Stadtverwaltung, die jetzt zur Absage eines verkaufsoffenen Sonntags geführt haben, kann sich die Stadt nun wirklich nicht leisten.

Kommentar – Es knirscht zwischen dem Waldkraiburger Einzelhandel und der Stadt(verwaltung). Das ist nicht ganz neu und hat viel mit dem gemeinsamen Frust über den Niedergang der Einkaufsstadt Waldkraiburg in den vergangenen zwei, drei Jahrzehnten zu tun.

Auch damit, dass beide Seiten in ihren Erwartungen einander bisweilen überfordern. Die Stadt das Häuflein der Waldkraiburger Kaufleute, die sich noch als Einzelkämpfer in der Aktionsgemeinschaft Handel und Handwerk engagieren. Und sich zurecht ärgern über Filialisten, die weder finanziell noch personell etwas beitragen.

Das Mögliche umsetzen

Die Kaufleute die Stadt, die nur sehr begrenzte und aufgrund ihrer schwierigen Finanzsituation derzeit kaum wirksame Mittel hat, um die Waldkraiburger Innenstadt und den Handel entscheidend voranzubringen.

Umso wichtiger ist es, dass man dort, wo man die Dinge beeinflussen kann, vor Ort zusammenarbeitet, Wege findet, das Mögliche gemeinsam umzusetzen. Das muss doch machbar sein, bei verkaufsoffenen Sonntagen zum Beispiel.

Auch das ist schwer genug, schon wegen der komplizierten und unscharfen gesetzlichen Vorgaben für Sonntagsöffnungen, die arg viel Interpretationsspielraum lassen. Oder auch nicht.

Eins steht aber fest: Reibungsverluste, die jetzt den Mantelsonntag mit Autoschau, einer der wenigen wirklich erfolgreichen Einzelhandelsaktionen überhaupt, haben platzen lassen, darf es einfach nicht geben. Das kann sich Waldkraiburg gerade jetzt, wo die harte Pandemie im Abklingen zu sein scheint, nicht leisten. Probleme und Leerstände gibt es wirklich schon genug.

Den Autor erreichen Sie unter: Johann.Grundner@ovb.net

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