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Meinung

Die Kinder haben genug gelitten

Kinder im Schwimmbad
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Kinder im Schwimmbad
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Lang hatte die Entscheidung in Bayern nicht Bestand, dass die 2G-Regel in Vereinen auch für Jugendliche greift.

Nach lautem Protest gibt es immerhin bis Jahresende eine Übergangsfrist, aber wie geht es danach weiter? Doch die Angst ist groß, dass Kinder und Jugendliche ab Januar vom Vereinsport und Musikunterricht ausgeschlossen bleiben. Nur weil sie noch nicht geimpft sind.

Fast schon gebetsmühlenartig wurde gemahnt, dass die Jüngsten nicht erneut unter den Einschränkungen leiden dürfen. Und was ist jetzt? Ungeimpfte Jugendliche dürfen zwar nachmittags zum Sporttraining, ins Kino oder Theater dürfen sie aber nicht. Das kommt einem Freizeit-Lockdown gleich.

Selbst diejenigen, die um den Jahreswechsel ihren zwölften Geburtstag feiern und sich sofort impfen lassen wollen, müssten so lange daheim bleiben, bis ihr Impfstatus greift. Früher impfen geht ja nicht.

Auch interessant: „Sperrt unsere Kinder nicht aus“ - offener Brief von Eltern

Ja, es braucht Maßnahmen, um diese gewaltige vierte Welle zu brechen. Aber muss das zulasten der Kinder und Jugendlichen gehen? Nach den bisherigen Vereins-Pausen sind viele Kinder und Jugendliche nicht mehr in die Sport- oder Musikstunden zurückgekehrt. Jetzt die ungeimpften Kinder auszuschließen, würde dies noch verschärfen.

Denn indirekt wären dann alle davon betroffen. Der TSC Waldkraiburg könnte womöglich sein großes Tanztheater-Projekt nicht durchziehen, weil man niemanden ausschließen will. Eishockey-, Fußball- oder Handballspiele müssten vielleicht sogar ausfallen, weil nicht genügend Spieler zur Verfügung stehen. Aktuell liegt deutschlandweit die Impfquote der ungeimpften Zwölf- bis 17-Jährigen bei 50 Prozent.

Homeschooling, kein Training im Sportverein, kaum Kontakte zu Gleichaltrigen: Kinder und Jugendliche haben viel gelitten währen der Corona-Pandemie. Jetzt ist es endlich an der Zeit, dass sich die Erwachsenen schützend vor sie stellen und ihren Anteil zur Bekämpfung der Pandemie leisten. Denn einen Lockdown durch die Hintertür darf es für die Jüngsten nicht geben.

Kinder können nichts dafür, wie die Einstellung ihrer Eltern zum Thema Impfen ist. Und sie können auch nichts dafür, wie das Thema die Eltern ihrer Mitspieler bewerten. Es muss für die Politik ausreichen, dass sie getestet zum Sport- und Musikunterricht kommen.

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