Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


MEINUNG

Corona wütet in Indien: Eine hausgemachte Katastrophe

Klaus Rimpel online rahmen
+
Klaus Rimpel
  • Klaus Rimpel
    VonKlaus Rimpel
    schließen

Die Krematorien sind so überlastet, dass Tote auf Parkplätzen eingeäschert werden. Angehörige versuchen Sauerstoff für Corona-Patienten überteuert auf dem Schwarzmarkt zu ergattern: Das, was sich derzeit in Indien abspielt, entspricht den schlimmsten Horror-Szenarien von Virologen.

Wenn man an die Bilder denkt von Millionen Menschen, die sich vor zwei Wochen beim hinduistischen Kumbh-Mela-Fest am Ganges drängelten – im festen Glauben, das Flusswasser biete den besten Corona-Schutz –, wird klar, warum das Virus in Indien jetzt derartige Verwüstungen anrichten kann.

Dazu kommt, dass die radikal-hinduistische BJP-Regierung von Narendra Modi die Pressefreiheit unterdrückt und das wahre Ausmaß der Corona-Katastrophe verschleiert: In Wahrheit dürfte die Zahl der Corona-Toten und -Infizierten zehnmal höher sein, als in den offiziellen Zahlen sichtbar wird.

Es ist also eine hausgemachte Katastrophe. Trotzdem muss die Weltgemeinschaft helfen. Denn in Indien zeigt sich wie im Brennglas, wie vernetzt unsere Welt ist. Indien ist die Apotheke der Welt – auch die EU-Impfstoffproduktion hängt von Lieferungen von indischen Komponenten ab. Und wo das Virus derart ungebremst wüten kann, entstehen Mutationen, die die weltweiten Impfbemühungen gefährden können. Deshalb: Helfen ja – aber mit Druck auf Modi, seine Politik zu ändern.

Klaus.Rimpel@ovb.net

Mehr zum Thema

Kommentare