Mediziner zu Schadstoffen Die Panikmacher widerlegt

Mediziner zu Schadstoffen. Die Panikmacher widerlegt .

MARTIN PREM

Deutliches Murren war im Hintergrund schon länger zu hören. Naturwissenschaftler waren immer wieder entsetzt von Schreckensnachrichten über angeblich todbringende Luftschadstoffe. Endlich haben sich über 100 Experten aus der Deckung gewagt und die Grenzwerte vor allem für Stickoxid als das gekennzeichnet, was sie immer schon waren: an den Haaren herbeigezogen.

Viel Expertise ist gar nicht nötig, um alarmistische Äußerungen zu erschüttern, die seit Jahren die öffentliche Debatte bestimmen. Zu offensichtlich sind ihre Schwächen. Angeblich neue Studien über die Schädlichkeit von Stickoxiden waren nichts als immer neue Aufgüsse alter Erhebungen. Und Schlagzeilen mit tausenden oder gar zehntausenden Toten, die EU, Umweltbundesamt und Wissenschaftler mit Sendungsbewusstsein in die Welt geblasen hatten, waren unhaltbare Panikmache.

Doch viele Akteure – leider auch die meisten Medien – haben den Unfug nachgeplappert, ohne das nur scheinbar Wahre einmal mit der notwendigen Skepsis zu hinterfragen. Und ausgerechnet diese Mitläufer tun sich jetzt schwer, die Gegenposition von 112 Experten korrekt einzuschätzen. Lediglich von „Zweifeln“ war die Rede. Doch da war keine Spur von Zweifel. Es wurden vermeintliche Gewissheiten nachvollziehbar widerlegt.

Martin.Prem@ovb.net

Kommentare