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BMW baut Elektrifizierung aus: Der lange Abschied vom Verbrenner

MARTIN PREM
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Es war höchst vorsichtig formuliert: Doch auch BMW leitet allmählich den Abschied vom Verbrennungsmotor ein.

Die neue Fahrzeugarchitektur, die Konzernchef Oliver Zipse gestern ankündigte, wird in erster Linie für batterieelektrische Fahrzeuge konzipiert. Daneben wird es auch andere Motorenkonzepte geben. Doch der Schwerpunkt verschiebt sich zum E-Auto.

Schon längst tut sich unter den Motorhauben mehr, als für Laien sichtbar ist. Schon in wenigen Jahren wird es kaum neue Autos ohne elektrische Antriebskomponenten geben. Sie werden im mildesten Fall einen effizienteren Umgang mit Sprit erzwingen, oft aber auch den Antrieb auf Kurzstrecken im Alleingang bewältigen.

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Der endgültige Übergang zur Elektromobilität wird sich lange hinziehen. Denn vieles – etwa die Verfügbarkeit von bezahlbarem Wasserstoff für Brennstoffzellen – ist nicht absehbar. Wer diesen Prozess durch ein möglichst rasches Verbot von Verbrennungsmotoren beschleunigen will, nimmt in Kauf, dass der Mobilitäts- und Transportbedarf der Menschen zeitweise nicht mehr befriedigt werden kann. Viele Entwicklungen auf dem Weg zu neuer Mobilität sind noch im Anfangsstadium. Der Zeitpunkt ihrer Marktfähigkeit ist in keiner Hinsicht absehbar. Wir sollten uns für notwendige und sinnvolle Veränderungen Zeit geben.

Martin.Prem@ovb.net

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