Mama und Papa gehören dazu

Diskussion um Schulstart. BERND ERNEMANN.

Erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Schultag? Wie Sie mit Ihrer Schultüte ins großes Gebäude gestapft sind? Vermutlich – der erste Schultag ist ein prägendes Erlebnis im Leben. Entsprechend groß wird dieser Tag im Beisein der Eltern, Geschwister und Verwandtschaft auch gefeiert. Es wird musiziert, es gibt Reden und Spannendes über den neuen Lebensabschnitt.

Heuer wird alles anders sein. Es wird weniger gefeiert und mehr auf Hygiene geachtet. Corona macht auch vor dem großen Tag nicht halt. Dafür haben die meisten Eltern und Schüler sicher auch Verständnis. Viele Grundschulen haben schon Konzepte für den Schulstart am 8. September unter Corona-Bedingungen vorgelegt. So darf in einigen Schulen nur ein Elternteil sein Kind zur Feier begleiten. Das geht zu weit.

Wer darf mitkommen – Mama oder Papa? Das darf nicht die Frage sein, sondern: Wie kann zusammen mit beiden Elternteilen gefeiert werden? Verkürzte Schulfeiern in mehreren Schichten, in kleineren Gruppen, auf dem Pausenhof, dem Sportplatz? Ist auch dort zu wenig Platz, kann auch die Straße vor der Grundschule für einen halben Tag gesperrt werden. Es ist vieles möglich, wenn man denn will. Die Pandemie verlangt viel von uns ab, man kann viele harte Entscheidungen mit Corona begründen. Man kann aber auch einfach versuchen, das Beste aus der Situation zu machen.

Bernd.Ernemann@ovb.net

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