Meinung

Ausnahmen für Kinder unter 3 Jahren im Corona-Lockdown: Ein richtiger Schritt für Eltern – und Kinder

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  • vonClaudia Muschiol
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Die Ausnahme für die Kleinsten in Bayern im zweiten Corona-Lockdown könnte Kindern auf lange Sicht sehr helfen.

Keine Regel ohne Ausnahme: Gerade bei den Kontaktbeschränkungen sind Erleichterungen für Familien vielmals auch existenzentscheidend. Dass sich während der weiteren Schließung von Schulen und Kitas nach den Weihnachtsferien zwei Familien zur Kinderbetreuung zusammentun können, dürfte vielen die Doppelbelastung von Familie und Beruf maßgeblich erleichtern. Genauso wie die Entscheidung von Freitag, die besagt, dass in Bayern Kinder bis drei Jahre von den Kontaktbeschränkungen ausgenommen werden.

Homeoffice, Homeschooling und Betreuung von kleinen – und größeren – Kindern sind so für manche Eltern vielleicht einfacher unter einen Hut zu bringen. So zum Beispiel kann eine Mutter mal mit zwei oder drei anderen Kindern spielen, spazieren oder auf den Spielplatz gehen – und somit andere Eltern zumindest stundenweise entlasten.

Und auch die Kleinen profitieren: Die Ruhr-Uni Bochum hat untersucht, wie sich der erste Lockdown im Frühjahr auf Kinder im Vorschulalter ausgewirkt hat. Das Ergebnis: Ein Drittel zeigte sich in irgendeiner Form verhaltensauffällig, war gereizter oder schlief schlechter als normalerweise. Markus Söders neue Ausnahme könnte dem durch mehr Kontakt mit Gleichaltrigen vielleicht entgegenwirken. Zu überlegen wäre allerdings, ob das nicht doch für alle Vorschulkinder gelten könnte.

Schreiben Sie unserer Autorin: Claudia.Muschiol@ovb.net

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