Linke und Grüne wollen ins Lufthansa-Cockpit Allmächtig im Corona-Staat

Linke und Grüne wollen ins Lufthansa-Cockpit. Allmächtig im Corona-Staat .

GEORG ANASTASIADIS

Wir alle leben jetzt im Corona-Staat, und das ist ein wahrlich furchteinflößender Ort. Die Politik fühlt sich nicht nur allmächtig, sie ist es auch: Bürger werden zu Untertanen, denen Ausgang gewährt wird oder auch nicht. Selbstbewusste Unternehmer degradiert der Corona-Staat zu Almosenempfängern. Ob ein Betrieb überleben darf oder nicht, liegt ganz im Belieben der Regierung. Gäbe es keine Wahlen, dürfte man diesen Staat Corona-Diktatur nennen – mit der schaurigen Eigenschaft, dass der strengste Diktator den größten Zuspruch erhält.

Für Politiker birgt das große Verführungskraft: je länger sie die viel bemühte „neue Normalität“ im Namen der Volksgesundheit aufrechterhalten, desto unangefochtener regieren sie. Die Epidemie-Corona ist deshalb nicht nur für die Bürger ein „Charaktertest“ – sondern auch für die Regierenden selbst. Sie müssen ihren Allmachtsgelüsten Schranken setzen. Gerade den staatsgläubigen linken Parteien fällt das schwer. So wollen SPD, Linke und Grüne den angeschlagenen Lufthansa-Konzern nur unter der Bedingung retten, dass die Politik im Gegenzug für die Staatsmilliarden künftig selbst unternehmerisch mitentscheiden darf. Zu Recht verwahrt sich Lufthansa-Chef Carsten Spohr gegen diese Zumutung; er will Staatshilfe nur in Form einer stillen Beteiligung akzeptieren.

Der Staat ist nicht der bessere Unternehmer. Er hat im Cockpit der Lufthansa nichts verloren. Und auch wenn manche, die der freien Wirtschaft seit jeher zutiefst misstrauen, jetzt so tun: Es ist kein Gnadenakt der Politik, einen für die kritische Verkehrsinfrastruktur zentralen Akteur zu retten, der nicht durch unternehmerische Fehler, sondern durch einen staatlich angeordneten „Lockdown“ in eine existenzielle Krise gestürzt wurde.

Georg.Anastasiadis@ovb.net

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