Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Meinung

Letzte Generation macht die Grünen nervös

Georg Anastasiadis online rahmen
+
Georg Anastasiadis
  • Georg Anastasiadis
    VonGeorg Anastasiadis
    schließen

Die „Letzte Generation“ bringt mit ihren von der Bevölkerung abgelehnten Methoden nun die gesamte Klimabewegung in Misskredit, und damit auch die Grünen selbst. Der Ober-Grüne Hobert Habeck sieht sich nun zu einem Machtwort veranlasst.

Das Treiben der „Letzten Generation“ bringt den Hormonhaushalt der Grünen durcheinander: Während es aus dem Realo-Ländle Baden-Württemberg schon früh Ermahnungen an die Adresse der zumeist jungen Revoluzzer hagelte, konnten in Berlin manche ihre romantischen Gefühle für die Klima-Aktivisten kaum verbergen. Doch auch dort wirkte die Blockade des Berliner Flughafens durch festgeklebte Aktivisten wie eine kalte Dusche. Der Ober-Grüne Robert Habeck sieht sich nun zu einem Machtwort veranlasst: Für ihn sind die Weltuntergangspropheten eine radikalisierte Minderheit. Mehr Distanzierung geht kaum.

In der Partei werden die Chefs nervös: Zwar gehört die Bewirtschaftung der „German Angst“ vor Atom- und Klimatod zum Geschäftsmodell der Grünen. Doch während die friedlichen „Fridays for Future“-Schülerproteste den Weg der Grünen zur Lifestyle- und Regierungspartei ebneten, bringt die „Letzte Generation“ mit ihren von der Bevölkerung abgelehnten Methoden nun die gesamte Klimabewegung in Misskredit, und damit auch die Grünen selbst. An den Umfragen ist das bereits ablesbar.

Auch Verfassungsschutzchef Haldenwang muss sich selbstkritisch fragen, ob er der „Letzten Generation“ nicht blauäugig einen Persilschein ausstellte, als er Extremismus-Vorwürfe gegen sie pauschal als „Unsinn“ abtat. Wer Gefahren für Leib und Leben von Fluggästen in Kauf nimmt, wie es Chaoten mit der Besetzung der Berliner Landebahn taten, woraufhin etliche Maschinen neue Airports ansteuern mussten, überschreitet die rote Linie, die radikalen von extremistischem Protest trennt. Der Verfassungsschutz hat nicht die Aufgabe, sich bei Regierenden lieb Kind zu machen und Nebelkerzen zu werfen. Er muss vielmehr genau hinsehen, wo die freiheitlich-demokratische Grundordnung in Frage gestellt wird.

Georg.Anastasiadis@ovb.net

Kommentare