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Meinung

Laschet bei CSU-Klausur in Seeon: Wahlkampf im Wellness-Modus

Klaus Rimpel online rahmen
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Klaus Rimpel
  • Klaus Rimpel
    VonKlaus Rimpel
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Der Wahlkampf fühlt sich bisher für Armin Laschet wie ein Wellness-Urlaub an, in dem er sich vom brutalen Ringen mit Markus Söder erholen darf. Deutschland beschäftigt sich so intensiv mit Annalena Baerbock, dass der viel wahrscheinlichere künftige Kanzler weitgehend abtauchen konnte.

Dazu sinkende Corona-Zahlen, die es dem NRW-Ministerpräsidenten erlauben, als Turbo-Lockerer auf die Urlaubsstimmung der Wähler zu setzen: Vor der Bundestagswahl wird Angela Merkel den Bürgern wohl keine härteren Corona-Maßnahmen mehr zumuten, auch damit ihr Parteifreund auf der Corona-ist-vorbei-Welle gemütlich ins Kanzleramt surfen kann.

Nur die Union selbst kann Laschet noch in die Quere kommen

Andere große Probleme scheinen sich in Laschets Wohlfühl-Wahlkampf ebenfalls auf wunderbare Weise aufzulösen: Klima-Krise? Das Recht auf Billig- Flüge nach Malle ist eine „soziale Frage“. Rente? Keiner soll länger als bis 67 arbeiten müssen!

Weitere Kommentare zu politischen und gesellschaftlichen Themen finden Sie hier.

Der freundliche Kanzlerkandidat packt Deutschland in Watte, zumindest für die Dauer des Wahlkampfs. Wenn nach der Wahl das Fliegen doch teurer und die Lebensarbeitszeit doch länger wird, ist höchstwahrscheinlich der Koalitionspartner schuld.

Das Einzige, was Laschet noch in die Quere kommen könnte, ist die eigene Partei samt Schwester. Denn dort kommt es nicht gut an, wenn er per TV- Interview mal locker die im Unions-Wahlprogramm versprochenen Steuerentlastungen zur Makulatur erklärt. Zumindest hinter verschlossenen Türen könnte es da bei Laschets Besuch morgen bei der CSU-Klausur in Seeon eine erste kalte Dusche im Wellness-Wahlkampf geben.

Klaus.Rimpel@ovb.net

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