Läden in der Corona-Krise Solidarität auf kurzem Wege

Läden in der Corona-Krise. Solidarität auf kurzem Wege .

HANS MORITZ

Seit gestern sind viele Laden- und Wirtshaustüren versperrt. Besonders hart trifft es wieder einmal die, die es auch sonst schwer haben: die kleinen, oft inhabergeführten Geschäfte in den Innenstädten. Die Supermärkte mit ihren XXL-Sortimenten, die grundsätzlich eine große Konkurrenz darstellen, sind kaum betroffen.

Nun liegt es für viele Konsumenten auf der Hand, mit ihren Konsumwünschen (noch stärker) ins Internet abzuwandern. Doch so wie wir in Zeiten der Pandemie wieder lernen müssen, mehr Rücksicht aufeinander zu nehmen, indem wir zu Hause bleiben, keine Hände mehr schütteln, Abstand halten und aufmerksam auf alte, schwache und kranke Mitbürger achten, verdienen auch unsere eingesessenen Geschäftsleute vor Ort aktive Unterstützung.

Was es vor Ort gibt, sollte auch vor Ort gekauft werden – und eben nicht im Internet. Vielleicht gibt es die eine oder andere Anschaffung, mit der man sich Zeit lassen kann, bis der Geschäftsmann nebenan wieder aufsperren darf. Die Gastronomie hat genauso Solidarität verdient, indem wir ihre kreativen To-Go-Angebote und spontan aufgebauten Lieferdienste nutzen. Einige werden die Krise trotz aller staatlichen Hilfen nicht überstehen. Umso mehr liegt es an jedem Einzelnen, wie lebendig und attraktiv unsere Innenstädte in einigen Wochen sein werden.

Hans.Moritz@ovb.net

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