Kultusminister ändert Linie Wirrwarr bei der Maskenpflicht

Kultusminister ändert Linie. Wirrwarr bei der Maskenpflicht .

DIRK WALTER

Bei der Einführung der Masken verstolpern Bund und Länder gerade einen sinnvollen geradlinigen Start. Masken in Schulen: Erst hieß es Nein, dann folgte das Ja. Masken in Bayern: Ja. In Berlin: Jein (in Läden nicht). In Nahverkehrszügen: Ja. In Fernzügen: Bis jetzt Nein. Man kommt langsam nicht mehr mit, was wo gilt – oder eben nicht. Vergangene Woche erst hatte Ministerpräsident Markus Söder zusammen mit der Bundeskanzlerin von einem Maskengebot geredet – um das nicht einmal eine Woche später in eine Pflicht umzuwandeln. Aber nur für Bayern. Ab Montag. Dummerweise aber sind einige Städte (Rosenheim, Straubing) vorausgaloppiert – dort gilt die Pflicht jetzt schon. Wirrwarr allerorten.

Sinnvoll erklärt, welche Art von Masken schützen und wo man sie bekommt (ohne Ärzten und Pflegepersonal etwas wegzukaufen), hat ohnehin niemand. Corona-Verordnungen müssen aber mit großer Sorgfalt vermittelt werden. Und neue Maßnahmen dürfen nicht im Abstand von nur wenigen Tagen wiederholt geändert werden. Zu Beginn der Corona-Krise hat die Politik mit großer Sorgfalt Leitplanken zum Infektionsschutz gezogen. Das war gut. Jetzt mehren sich Kakophonie der Meinungen und widersprüchliche Richtlinien. Das ist gefährlich.

Dirk.Walter@ovb.net

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