Kontra-Politik der AfD Trotzköpfe und Lösungsverweigerer

Kontra-Politik der AfD. Trotzköpfe und Lösungsverweigerer .

MARCUS MÄCKLER

Hin und wieder melden sie sich noch zu Wort, die Abservierten der AfD. Diesmal ist es Konrad Adam, der – anders als Bernd Lucke und Frauke Petry – zwar noch Mitglied der Partei ist, aber ebenfalls zu den Relikten aus konservativen Zeiten gehört. Man darf also bezweifeln, dass ihm in der weit nach rechtsaußen gekippten AfD überhaupt noch jemand zuhört. Umso weniger, als seine Analyse unangenehme Wahrheiten enthält.

Die AfD, sagt Adam, habe sich „festgebissen an der Rolle der Protestpartei“. Nach der Euro- kam die Flüchtlingskrise, die man mit allerhand Hysterie maximal auszuschlachten wusste. Spätestens als sie an Empörungspotenzial verlor, hätte sich die Partei überlegen müssen, ansatzweise konstruktiv zu werden. Stattdessen suchte sie sich mit dem Klima ein neues Thema, um Kontra-Politik zu betreiben. Das pure Dagegensein ist ihre Masche. Gut möglich, dass sie irgendwann ins Nirwana führt.

Es ist kurios: Während die AfD von sich behauptet, regierungsfähig werden zu wollen, passiert das glatte Gegenteil. Nicht nur, weil sie sich zunehmend als extremistisch demaskiert. Sondern weil die chronischen Trotzköpfe und Lösungsverweigerer in ihr das Sagen haben.

Marcus.Maeckler@ovb.net

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