Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Meinung

Windkraft-Votum in Ebersberg: Bürgerentscheid spaltet die Bevölkerung

Josef-ametsbichler-online-rahmen.jpg
+
Josef Ametsbichler

Ein Bürgerentscheid ist ein zweischneidiges Schwert. Während er von den Initiatoren als Werkzeug gelebter Demokratie gefeiert wird, spaltet er schlimmstenfalls die Bevölkerung – wenn das Ergebnis knapp ausfällt und sich nicht mit den politischen Mehrheiten deckt.

Dieser Anfängerfehler ist dem Landkreis Ebersberg passiert. Beim ersten Bürgerentscheid auf Landkreis-Ebene hat es die Kreispolitik geschafft, ein knappes, aber kein klares Votum für die geplanten Windkraft-Anlagen im Forst hinzubekommen. 52,7 Prozent sind kein Mandat, das der Tragweite der Entscheidung entspricht.

Das haben sich die Politiker selbst eingebrockt: Trotz klarer Kreistags-Mehrheit haben sie versäumt, das zu tun, wofür sie gewählt wurden: zu entscheiden. Der weiteren Planung kann das schaden, wissen doch die Gegner fast die Hälfte der Bevölkerung hinter sich.

Es wäre aber verfehlt, aus den 47,3 Prozent Gegenstimmen abzulesen, dass die Hälfte der Ebersberger Landkreis-Bürger gegen die Windkraft sind. Für die meisten war es eine Frage des Standorts. Denn der Ebersberger Forst ist identitätsstiftend wie sonst nichts für die Region. Das sollte auch einpreisen, wer den Entscheid als Stimmungstest für den Freistaat sieht. Anderswo in Bayern dürften sich Windkraft-Planer leichter tun.

Josef.Ametsbichler@ovb.net

Kommentare