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Meinung

Wettbieten um Pflegekräfte: Geld allein löst das Problem nicht

Sebastian Horsch online rahmen
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Sebastian Horsch
  • vonSebastian Horsch
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Es klingt ein bisschen wie auf dem Fußball-Transfermarkt – auch wenn die Summen ganz andere sind. Für einen Wechsel ihres Arbeitgebers bekommen Krankenpfleger in München Prämien von mehreren tausend Euro – und selbst Vermittler erhalten Honorare.

Warum nicht, könnte man sagen. Pflegekräfte sind gefragt und tendenziell nicht überbezahlt. Da ist es doch fair, wenn sie ihre Position auf dem Markt ausspielen. Und bei den Vermittlern dürfte es sich eher selten um aalglatte Geschäftemacher handeln, als öfter um Kollegen, die einen Bekannten ins eigene Haus lotsen. Doch auf der anderen Seite steht hinter dem Prämien-Phänomen eben ein Versorgungsproblem, das auch Patienten spüren – und das sich mit Geld allein nicht lösen lässt. Im Gegenteil: Das Wettbieten macht den Pflegemangel für die Gesellschaft noch teurer, als er es ohnehin schon ist.

Die Fehler, die den heutigen Pflegemangel verursacht haben, wurden vor Jahrzehnten gemacht. Sie auszubügeln wird ebenfalls dauern. Dabei geht es – gerade in der Krankenpflege – gar nicht nur um Gehälter, sondern auch darum, den Beruf mit einer besseren „Work-Life-Balance“ und mehr Kompetenzen attraktiver zu machen. Vorher werden die Prämien wohl weiter steigen.

Sebastian.Horsch@ovb.net

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