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Meinung

Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt: Die Jungen wählen radikal

Markus Mäckler online rahmen
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Markus Mäckler

Täuscht der Eindruck oder wirkt die Union seit der Sachsen-Anhalt-Wahl wie aufgeputscht? Der CSU-Chef erklärt die Grünen quasi für erledigt (was sich als zu früh erweisen dürfte), und in beiden Schwesterparteien wähnt man sich auf bestem Weg, der AfD jede Menge Wähler abzujagen. Man weiß ja jetzt, dass das Rezept Haseloff wirkt.

Die Freude über das starke Ergebnis sei der Union gegönnt. Langfristig aber stehen ihr Probleme ins Haus, gerade im Osten. Denn Reiner Haseloff hat die Wahl vor allem dank der Über-60-Jährigen gewonnen, die fast zur Hälfte CDU wählten. Bei den Wählern unter 30 siegte indes die AfD, in der Gruppe der 30- bis 44-Jährigen kam sie sogar auf 30 Prozent der Stimmen. Ausgerechnet die „Diktatursozialisierten“ (um den Ostbeauftragten der Union zu zitieren) bescherten der CDU den Sieg, wer die DDR aber gar nicht oder nur als Kind erlebte, wählte eher radikal. Ähnliches ist aus Thüringen und Sachsen bekannt. Das zeigt: Im Osten wächst langsam aber sichtbar ein Problem heran, das sich im Moment durch ein Aufbäumen der anderen noch im Zaum halten lässt. Aber wie lange noch?

Wenn es die Union ernst meint damit, die AfD zurückzudrängen, muss sie gerade im Osten an die jungen Wähler ran, jene, die die sozialen Umbrüche, das Abwandern, die Jobangst am meisten spüren. Die immer gleichen Warnungen vor der Radikalität der AfD reichen da nicht aus. Denn in diesen Gruppen hat sich die Partei längst eine Stammwählerschaft erarbeitet. Sie zurückzugewinnen, ist eine Aufgabe über die nächste Bundestagswahl hinaus.

Marcus.Maeckler@ovb.net

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