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Die Union im freien Fall: Letzte Rettung FDP?

Georg Anastasiadis online rahmen
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Georg Anastasiadis
  • Georg Anastasiadis
    VonGeorg Anastasiadis
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Man sieht sich immer zweimal im Leben. Als die Liberalen 2013 mit 4,8 Prozent hochkant aus dem Bundestag flogen, sangen Merkels glückstrunkene Mannen Hermann Gröhe und Volker Kauder noch aus voller Kehle „An Tagen wie diesen“.

Bei der FDP haben sich das viele gemerkt – und sie haben auch registriert, wie stiefmütterlich sie zuletzt von Söders CSU behandelt wurden, die lieber mit den Grünen flirtete als mit dem Partner von einst.

Doch siehe da: Bei der Wahl in diesem Herbst könnte nun ausgerechnet die wiedererstarkte Partei von Christian Lindner zum Rettungsschirm für eine Union werden, die infolge ihres Corona-Missmanagements immer mehr in den freien Fall übergeht. Jüngstes Alarmsignal: In Ostbayern favorisieren aktuell nur noch 33 Prozent der Wähler die CSU, die noch vor Kurzem vor Kraft kaum laufen konnte. Verstetigen sich die aktuellen Trends, könnte es passieren, dass die FDP am Wahlabend des 26. Septembers in Berlin zum Zünglein an der Waage wird – nämlich dann, wenn die Prozente der Liberalen den Ausschlag geben, ob Deutschland künftig von einer Ampel aus Grünen, SPD und FDP regiert wird oder von einem Jamaika-Bündnis aus Union, Grünen und FDP.

Bei aller liberaler Offenheit erscheint es schwer vorstellbar, dass die FDP einer grünen Kanzlerin den Vorzug gäbe vor einem Merkel-Erben aus dem Unionslager, gleich, ob der nun Laschet oder Söder heißt. Ein Fehler wäre es dennoch nicht, wenn auch der CSU-Chef – so wie sein Rivale – seine Gunst künftig etwas gleichmäßiger auf FDP und Grüne verteilte.

Georg.Anastasiadis@ovb.net

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