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Meinung

Rentendiskussion: Die Politik mogelt sich durch

Sebastian Horsch online rahmen
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Sebastian Horsch
  • vonSebastian Horsch
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Kommt jetzt die Rente mit 68? Ein Beratergremium der Regierung schlägt vor, das Renteneintrittsalter an die allgemeine Lebenserwartung zu koppeln. Die Aufregung ist groß. Dabei ist die Diskussion dringend notwendig.

Die Idee der Experten ist nicht neu. Sie war es auch nicht, als der damalige Finanzminister Wolfgang Schäuble 2016 schon den gleichen Vorschlag machte. Das heißt nicht, dass sie zwingend richtig ist. Doch dass die Rente eine große Reform braucht, ist angesichts der demografischen Entwicklung seit Jahren absehbar.

Und dass dabei auch über das Rentenalter nachgedacht werden muss, ist logisch. Denn viele Rädchen, an denen man drehen kann, gibt es nicht. Entweder die Beiträge steigen, das Rentenniveau sinkt, oder wir arbeiten länger. Darüber hinaus kann man natürlich weitere Fragen stellen: etwa, ob nicht auch die Beamten in die Rentenkasse einzahlen sollten, und welche privaten Zusatzabsicherungen vorangetrieben werden müssen. Ideen gibt es genug – was fehlt, sind Entscheidungen. Doch da diese immer Wähler kosten, geht die Regierung seit Jahren den Weg des geringsten Widerstands, zieht Haltelinien, und stopft Löcher mit Steuergeld. Als Feigenblatt ließ sie nebenbei zwei Jahre lang eine Rentenkommission tagen, die sich am Ende auf nichts Greifbares einigen konnte.

Somit hat die nächste Regierung die undankbare Aufgabe, Deutschland in die kritischen Rentenjahre nach 2025 zu führen, wenn das Verhältnis von Alt zu Jung noch stärker kippt. Doch auch Laschet oder Baerbock wollen wiedergewählt werden. Die Versuchung, sich weiter durchzumogeln so lange noch etwas Geld da ist, bleibt groß.

Sebastian.Horsch@ovb.net

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