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Reisen in Corona-Zeiten: Kluge Regeln statt pauschale Verbote

Mike Schier online rahmen
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Mike Schier
  • Mike Schier
    VonMike Schier
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Dem Coronavirus sind Landesgrenzen herzlich egal. Aus China verbreitete es sich um die Welt und scherte sich dabei nicht darum, ob die jeweiligen Regierungen eine restriktive oder laxe Pandemie-Politik betrieben.

Viele Menschen dagegen verfielen in ihrer Sorge in einen alten Nationalismus, den man, zumindest innerhalb des vereinten Europas, schon überwunden glaubte. Im vergangenen Sommer, als die Zahlen europaweit niedrig waren, galt es als legitim, im Hotel an der überlaufenen Ostsee zu urlauben. Wer dagegen in einer französischen Ferienwohnung nächtigte, erntete schiefe Blicke.

An der Mallorca-Frage eskaliert diese Debatte nun. Natürlich ist es seltsam, wenn heimische Ferienwohnungen nicht vermietet werden dürfen, aber die Flieger in Richtung Kanaren abheben. Allerdings hat das Robert-Koch-Institut, das von der Bundesregierung bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit als Instanz herangezogen wird, die Region für unbedenklich erklärt. Die Inzidenzzahlen sind Kriterium. Überall. Wenn die Regierung jetzt trotzdem ein Verbot forciert, tritt sie die selbst gesetzten Regeln mit Füßen. Da darf sie sich nicht wundern, wenn die Bürger das auch irgendwann tun.

Corona wird uns noch lange begleiten – und keiner weiß, ob die Impfungen in Zukunft alle Mutationen abdecken. Pauschale Verbote kann es zumindest innerhalb der EU deshalb nur für Hotspots geben. Für den Rest braucht es kluge Regeln: Massenansammlungen verhindern, Hygienekonzepte einhalten. Der Ballermann bleibt zu, Ferienwohnungen sollten kein Problem sein. Für Risikogebiete gibt es Quarantänepflichten. Zudem: verpflichtende Tests vor dem Hin- und Rückflug. Warum das wichtig ist? „Malle“ mag derzeit ein Reizwort sein – aber mittelfristig geht es doch um das vereinte Europa.

Mike.Schier@ovb.net

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