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Meinung

Müll-Problem in den Bergen: Naturschutz ist Teamarbeit

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Cornelia Schramm

In Pandemie-Zeiten sind Berge und Seen beliebter denn je. Auch bei Menschen, die vorher nicht oft wandern waren. Das Idyll liegt in Oberbayern eben vor der Haustür. Die Natur gehört allen – allerdings gibt es Spielregeln, an die sich jeder halten sollte. Naturschutz ist Teamarbeit.

Beliebte Ausflugsregionen wie Kochel- und Walchensee kämpfen seit langer Zeit mit massiven Müll-Problemen. Bei schönem Wetter kommen hunderte Ausflügler. Nicht alle nehmen ihren Müll abends wieder mit nach Hause. Vielen Menschen ist offenbar nicht klar, dass selbst Bio-Müll Jahre braucht, um zu verrotten. Sie lassen die Reste ihrer Brotzeit aus Unwissenheit oder Gedankenlosigkeit liegen. Das zeigt, dass noch viel mehr Aufklärung nötig ist. Besonders jetzt, wo dank Pfingstferien, lang ersehntem Sonnenschein und niedriger Inzidenzen besonders viele in den Bergen unterwegs sind.

Dann gibt es allerdings auch die, die mutwillig gegen die Spielregeln verstoßen: Wildcamper, die ihr Auto im Naturschutzgebiet abstellen. Oder die, die ein vermeintlich romantisches Lagerfeuer am Gipfelkreuz anzünden – selbst wenn gerade Waldbrandgefahr herrscht. Mit dem Gipfel der Dreistigkeit hatten es die Menschen in Walchensee erst vergangenes Wochenende zu tun: Unbekannte versenkten das extra für Ausflügler aufgestellte Dixi-Klo im See. Das ist nicht nur eine unverzeihliche Umweltverschmutzung, sondern eine Straftat, für die es ein hohes Bußgeld geben muss.

Cornelia.Schramm@ovb.net

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