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MEINUNG

Lockdown ohne Ende? Geisterstunde in Berlin

Georg Anastasiadis online rahmen
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Georg Anastasiadis
  • Georg Anastasiadis
    vonGeorg Anastasiadis
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Das Land lag schon im Tiefschlaf, als seine Regierenden nach 15 Stunden Corona-Gipfelmarathon ein gespenstisches Resümee zogen. Das mutierte Virus habe die „Erfolge der Maßnahmen aufgegessen“, behauptete die Kanzlerin – als ob es nicht das Dilettieren ihrer Regierung wäre, das Deutschland seit bald einem halben Jahr in einem Dauerlockdown ohne Perspektive gefangen hält.

Und der Bayer Markus Söder befand, das „Team Vorsicht“ (mit ihm an der Spitze) habe sich durchgesetzt. Noch mal falsch! Gestern gab es keine Sieger, nur Verlierer, die schon zu lange mit Durchhalteparolen, Beschönigungen und Notbremsen durch die Krise stolpern. Andere impfen, testen, verfolgen Kontakte per App. Wir verhängen „Ruhetage“.

Damit der Widerstand gegen diese unambitionierte Politik beherrschbar bleibt, schnürt der Bundesfinanzminister das nächste Milliardenpaket für die schwer getroffenen Betriebe. Doch genau das ist der Schlüssel zur Erklärung der Malaise: Von Anfang an haben sich Union, SPD und Grüne auf den Reichtum des Landes verlassen, darauf, dass man es sich ja leisten könne, alles monatelang zuzusperren. Deshalb gab es keinen Mut zu pragmatischen, innovativen Lösungen und auch nicht den Ehrgeiz, genug Impfstoff zu besorgen. Deshalb verabreichen die Politiker bis zum heutigen Tag immer mehr von derselben Medizin, die die Menschen eben auch kaputtmacht. Ja, Corona ist eine globale Naturkatastrophe. Aber sie wäre leichter zu meistern und zu ertragen, wenn nicht noch die deutsche Krankheit der bleiernen Ideenlosigkeit hinzukäme.

Jetzt soll’s der Gründonnerstag richten. Einkaufsverbot – damit dann alle am Karsamstag in die Supermärkte strömen? Das ist schräg. Immerhin: Für die Zeit nach Ostern macht Söder, dem zunehmend der Zorn seiner Bayern entgegenschlägt, den Geschäften etwas Hoffnung. Unter einer Inzidenz von 100 dürfen die Läden wieder regulär öffnen. Und auch die Luca-App zur Kontaktnachverfolgung könnte zum Einsatz kommen. Das ist  für Gastronomie und Kultur wenigstens mal ein Hauch von Perspektive.

Georg.Anastasiadis@ovb.net

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