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K-Frage vor Entscheidung: Keine Inhalte, viele Verletzungen

Mike Schier online rahmen
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Mike Schier
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    VonMike Schier
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„Ich stehe bereit. Wenn die CDU es will. Wenn nicht, bleibt ohne Groll eine gute Zusammenarbeit.“ Diese Sätze Markus Söders vom Sonntag werden in die Geschichte eingehen. Denn am Ende dieser verrückten Woche voller Verwerfungen und Demontagen ist nur eines klar: Ohne Groll werden die Spitzen der sogenannten Union in diesem Jahr kaum noch miteinander verkehren. Mit jedem Tag wuchsen die Verletzungen in der zweiten Reihe, die die Entscheidung der K-Frage überdauern werden.

Das beginnt mit JU-Chef Tilman Kuban, der sich am Montag für Laschet aussprach und von den Söder-Freunden im Nachwuchs aber so unter Druck gesetzt wurde, bis er den Kandidaten ein seltsames Ultimatum stellte. Und es endet bei Reiner Haseloff, dem wahlkämpfenden Ministerpräsidenten aus Sachsen-Anhalt, der spektakulär vom Laschet- ins Söder-Lager überlief. Die Liste ließe sich fortsetzen.

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Viele werden über dieser Personalfrage ihr Gesicht, ihre Reputation und manchen Freund verlieren. Die Summe der Fälle ergibt ein gewaltiges Problem: Wie will man da einen Wahlkampf organisieren, der mit fortschreitender Impfung im Herbst eben nicht nur digital stattfindet? Bislang hat noch jeder CSU-Mann erfahren müssen, wie halbherzig die CDU agiert (zuletzt EU-Kandidat Manfred Weber). Und dass die CSU eifrig für Laschet trommelt, kann sich ohnehin niemand vorstellen.

Der Schaden ist vor allem deshalb unnötig, weil sich die Personalfrage auf den reinen eitlen Machtkampf reduziert: ich oder er? Inhalte spielen keine Rolle, ein Wahlprogramm gibt es nicht. Weder Söder noch Laschet sind über Alibi-Ankündigungen hinausgekommen. Zu wenig, wenn man Deutschland in die Zukunft führen will.

Mike.Schier@ovb.net

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