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MEINUNG

Islamunterricht in Bayern: Ängste auf beiden Seiten

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  • Dirk Walter
    VonDirk Walter
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Islamunterricht in Bayern – das löst bei manchen Zeitgenossen immer noch Angst- und Abwehrreflexe aus. Und so dürfte auch der Beschluss der bayerischen Staatsregierung, Islam zu einem Wahlpflichtfach hochzustufen (ähnlich wie Ethik), nicht überall von Beifall begleitet werden. Doch die Sorge, dass hier nun radikale Korankunde in die Klassenräume einzieht ist unbegründet. Der Unterricht ist ein sinnvoller Weg.

Er findet in deutscher Sprache statt, beinhaltet zwingend eine Wertevermittlung „im Geiste des Grundgesetzes“ und vermittelt auch Grundlegendes über andere Religionen.

Das ist, sofern es auch kontrolliert wird, eine Art Garantieerklärung gegen Radikalismus und spiegelt die positiven Erfahrungen wider, die man mit zwölf Jahren Islamunterricht in einem Modellversuch in Bayern gemacht hat.

Ausbildung von Lehrpersonal muss beschleunigt werden

Die Probleme, um die sich das Kultusministerium jetzt kümmern muss, sind anderer Natur: Erstens fehlen noch Lehrer. Die Ausbildung des Lehrpersonals muss beschleunigt werden. Im Moment können nur etwa zehn Prozent der muslimischen Kinder den Unterricht besuchen.

Weitere Kommentare zu politischen und gesellschaftlichen Themen finden Sie hier.

Zweitens muss bei den muslimischen Eltern für den Islamunterricht geworben werden. Manche misstrauen dem Lehrer, zum Beispiel weil er Türke ist, während die eigenen Kinder doch bosnische Wurzeln haben. Oder sie sprechen selbst kaum Deutsch und fürchten eine säkulare „Umerziehung“ ihrer Kinder. Auch hier gibt es also Ängste, die abgebaut werden müssen.

Dirk.Walter@ovb.net

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