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Impfung mit Astrazeneca ausgesetzt: Spahns folgenschwere Vollbremsung

Christian Deutschländer CUE Kommentarfoto Web Webrahmen Kommentar
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Christian Deutschländer
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    vonChristian Deutschländer
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In der Pandemie ist Deutschland schlechte Nachrichten gewöhnt; diese ist eine katastrophale. Das Aussetzen der Astrazeneca-Impfungen wirft selbst die langsamen deutschen Zeitpläne über den Haufen. Ausgerechnet an diesen Stoff war die Hoffnung geknüpft, die Leistungsträger der Gesellschaft zügig zu schützen: Großimpfungen in Betrieben, Schutz für alle Lehrer und Polizisten, das Einbinden der Hausärzte für mehr Tempo, mehr Vertrauen.

Was für ein verheerender Rückschlag mitten in die dritte Infektionswelle hinein! Selbst falls die arg gemütliche europäische Arzneibehörde EMA die Bremse ausnahmsweise zügig wieder löst – das Vertrauen in diesen Impfstoff, vielleicht in alle, ist irreparabel beschädigt.

Weitere Kommentare zu politischen und gesellschaftlichen Themen finden Sie hier.

Dieser Tag ändert auch die politische Agenda. Nun wiegt noch schwerer, dass die EU (unter Merkels Ratspräsidentschaft) den Biontech-Einkauf verschleppte. Hoffentlich weiß auch Gesundheitsminister Spahn, was er da tut. Hat er die Risiken gegengerechnet – vage Impfrisiken hier, steigende Opferzahlen durch Nicht-Impfung da?

Vorsicht ist nötig, hat aber zwei Seiten. Er muss sich schon sehr sicher sein, wenn er nicht parallel zum Impfen Daten prüft und wenn er den Menschen keine Wahlmöglichkeit lässt. Diese Entscheidung hat nun ein Gesicht – seines. Sollte am Ende Spahns Vollbremsung unnötig gewesen sein, ist sein Schicksal besiegelt.

Christian.Deutschlaender@ovb.net

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