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Meinung

Ein kleines Stuttgarter Osterwunder: CDU darf weiter mitregieren

Georg Anastasiadis online rahmen
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Georg Anastasiadis
  • Georg Anastasiadis
    vonGeorg Anastasiadis
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Es läuft nicht gut in den letzten Wochen für den dornengekrönten CDU-Chef Armin Laschet. In seinem Dreifrontenkampf gegen das Virus, den Bayern Söder und die Kanzlerin braucht der bedrängte NRW-Landeschef schon ein mittleres Osterwunder.

Ein kleines, immerhin, haben ihm nun ausgerechnet Baden-Württembergs Grüne zuteil werden lassen: Laschets CDU darf trotz der Wahlklatsche in Stuttgart als ihr Juniorpartner weiterregieren.

Dazu brauchte es freilich schon ein lautes Machtwort des grünen Übervaters Winfried Kretschmann, der wenig Lust verspürte, auf seine alten Tage noch mal den Koalitionspartner zu wechseln und sich auf ein Dreierbündnis mit SPD und FDP einzulassen. Die meisten Grünen im Ländle und auch die Berliner Parteispitze hatten sich ein solches Ampelsignal gewünscht. Mehr noch: Sie hatten es sogar gewagt, dafür an der Autorität ihres Patriarchen zu kratzen. Klar ist: Wenn sich die Grünen auch nach der Bundestagswahl ihre Mitregenten aussuchen können, wird da kein Kretschmann mehr sein, der gemeinsame Briefe mit Unions-Häuptlingen schreibt, geschweige denn ein gutes Wort für einen Koalitionspartner Union einlegt.

CDU und CSU müssen es also schon selbst richten. Immer mehr CDU-Abgeordnete glauben, dass der Verlust ihrer wackeligen Mandate nur noch mit Markus Söder abzuwenden ist – und sind bereit, dem Chef der Schwesterpartei den Vortritt bei der Kanzlerkandidatur zu lassen. Der Machtkampf der beiden inzwischen tief verfeindeten  Rivalen treibt womöglich tatsächlich auf eine Entscheidung in der gemeinsamen Bundestagsfraktion zu.

Georg.Anastasiadis@ovb.net

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