Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Meinung

Die Bahn in Bayern: Grenzen der Privatisierung

Dirk Walter online rahmen
+
Dirk Walter
  • Dirk Walter
    vonDirk Walter
    schließen

Wenn die bayerische Verkehrsministerin nicht aufpasst, steuert sie ungebremst in ein Bahndesaster im Allgäu zu. Ausgerechnet auf der erst vor einem Jahr mit viel Tamtam eröffneten elektrifizierten Strecke München-Lindau droht nun der Gau.

Go-Ahead, ein britischer Konzern, soll fahren – kann aber nicht. Denn der Zughersteller verweigert die Herausgabe der Züge. Das ist ein einmaliger Vorgang. Es geht um mögliche Industriespionage, um persönliche Animositäten verfeindeter Konzernchefs – ein Wirtschaftskrimi. Den Fahrgästen dürfte das egal sein: Sie haben das Recht auf einen zuverlässigen Bahnverkehr. Und danach sieht es im Moment nicht aus.

Hinter dem drohenden Fiasko steht ein Grundsatzproblem: Der bayerische Kurs, auf Regionalstrecken auch private Anbieter zum Zug kommen zu lassen, war richtig. Aber er hat Grenzen. Die Liberalisierung kann nicht endlos fortgesetzt werden, nicht jeder Billigheimer, der sich in einer Ausschreibung schlank rechnet, hat Vertrauen verdient. Und gegenüber Neulingen wie der britischen Go-Ahead muss man wachsam sein. Jetzt muss das Verkehrsministerium die Sache an sich ziehen – und notfalls den Vertrag mit der ungeliebten Deutschen Bahn verlängern. Sonst baden es am Ende die Fahrgäste aus.

Dirk.Walter@ovb.net

Kommentare