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Laschets Demontage: Früchte des Zorns in der Union

Georg Anastasiadis online rahmen
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Georg Anastasiadis
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    VonGeorg Anastasiadis
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Noch hat Armin Laschet, der Hiob der CDU, nicht zurückgezogen. Noch ist Markus Söder nicht Kanzlerkandidat. Noch sprechen sie sich Mut zu in der CDU, ihr geschundener Chef könne, wenn er wolle, immer noch auf Merkels Nachfolge zugreifen.

Aber die Wahrheit ist doch: Laschet ist, gleich ob er springt oder nicht, erledigt. Als Kandidat ist er nach der Demontage in der eigenen Bundestagsfraktion kaum noch tragbar – er wäre das personifizierte Eingeständnis der Union, die Bundestagswahl im Herbst bereits jetzt verloren zu geben. Die politischen Gegner bräuchten nur aus dem Wutsturm der Unionsabgeordneten vom Dienstag zu zitieren, um die Wähler von Laschets fehlender Eignung zu überzeugen. Doch auch wenn er aufgibt, sind seine Verletzungen zu schwer, um als CDU-Chef und NRW-Ministerpräsident zu überleben.

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In der historischen Fraktionssitzung am Dienstag verglühte nicht nur Laschets politische Zukunft. Es endete unwiderruflich auch das System Merkel, das Regiment der 2B-Führungspersönlichkeiten. In ihren Hinterzimmern beförderten die sogenannten „Granden“ der CDU nicht die Besten, die Charismatischsten, die Kantigsten in Spitzenämter. Sondern die Fügsamsten, die Abgeschliffensten, diejenigen, die Merkels Kreise am wenigsten störten. Die Karliczeks, Altmaiers, AKKs und Laschets.

Wenn die CDU ihre Wunden leckt, wenn sie zurückblickt auf vertane Chancen, müssen Merkels traurige Erben erkennen, dass es ein schlimmer Fehler war, mit Friedrich Merz zweimal den Mann abgewiesen zu haben, mit dem Söder sicher nicht Schlitten gefahren wäre. Dann müsste Laschet jetzt nicht über „Schmutzeleien“ aus München jammern. Wer immer die entzweite Union in die Wahlschlacht führen wird, muss es nun mit einer demoralisierten Truppe tun. Den Angriff der Grünen auf das Kanzleramt abzuwehren, das ist nach diesen Tagen des Zorns in der Union eine schwer lösbare Aufgabe.

Georg.Anastasiadis@ovb.net

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