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Meinung

Anschlag in Afghanistan: Die Frauen als große Verlierer

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Friedemann Diederichs

In der opferreichen Geschichte des Schlachtfeldes Afghanistan werden die Bombenattacken auf eine Schule in Kabul vom Samstag schnell zu einer Fußnote werden.

Dabei spielt es eigentlich keine Rolle, ob am Ende die Taliban, IS-Extremisten oder eine andere Gruppe für den Tod von mehr als 50 Menschen – darunter viele Mädchen – die Verantwortung tragen. Die Explosionen deuten vor allem auf eines hin: Nach dem Abzug der US- und Nato-Truppen, die bis spätestens 11. September das Land verlassen sollen, dürften die Gewalt deutlich zunehmen. Militante werden das entstehende Vakuum dazu nutzen, ihre Macht auszubauen. Und die afghanischen Sicherheitskräfte werden sich wie bisher als unfähig erweisen, ohne internationale Hilfe für Ruhe zu sorgen.

Dann wird sich endgültig zeigen, dass das Projekt der USA und ihrer westlichen Verbündeten gescheitert ist, Afghanistan auf den Weg zu einer Demokratie westlichen Zuschnitts zu bringen. Die Einsicht ist bitter: Aber diesem seit Langem instabilen Land kann man Frieden, Gleichheit, Menschenrechte und funktionierende Institutionen nicht auf einem Silbertablett reichen. Der Antrieb dafür müsste von innen kommen, und der Mehrheit der Afghanen hat es daran bisher gefehlt.

Die Leidtragenden stehen schon jetzt fest: die Mädchen und Frauen im Land, deren Fortschritte im Bildungsbereich und bei der Teilnahme am öffentlichen Leben nach zwei Jahrzehnten nun ausradiert werden könnten.

Politik@ovb.net

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