Wir können es jetzt schon anpacken

Verbot von Plastik 2021. CHRISTIAN VORDEMANN.

Ab Juli 2021 sollen Trinkhalme, Besteck, Geschirr, Watte- und Rührstäbchen und vieles mehr aus Plastik in der Europäischen Union verboten werden. Grund ist, dass Plastik schwer und langsam verrottet, die Umwelt vermüllt, in die Meere gelangt und dort wie auch an Land Tieren schadet und letztendlich so als Mikroplastik auch in die Nahrung für Menschen zurückkehrt.

Das Verbot ist uns und unserer Umwelt zuliebe dringend notwendig und längst überfällig. Wir dürfen nicht weiter so tun, als ginge uns die Vermüllung der Erde und der Weltmeere nichts an und als hätte das keine negativen Folgen. Sehr viele Plastikprodukte können wir durch andere ersetzen, die besser für die Natur sind, meist besser aussehen und sich besser anfühlen.

Häufig sind Kunststoffprodukte überflüssig und werden nur aus Bequemlichkeit verwendet. Im Kleinen kann jeder etwas dazu beitragen, Plastik zu vermeiden, wie diese längst nicht vollzählige Aufzählung zeigt: wiederverwendbare Beutel und Einkaufskorb statt Plastiktüten, normales abwaschbares Geschirr für die Party statt Plastikbesteck und Plastikteller, Kaffee stilvoll aus dem Glas oder der Porzellantasse statt Einmalbecher, Papierfilter statt Plastikkapsel, Gartenschaufel aus Holz und Eisen, statt Plastikschaufel (die zudem leichter kaputt geht), Strohhalm (warum heißt der wohl so?) statt Trinkhalm aus Plastik, Holzbürste mit Naturborsten statt noch mehr Kunststoff. Packen’s wir an!

Christian.Vordemann@ovb.net

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