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Debatte um Rechte für Geimpfte: Kein Privileg, ein Grundrecht

Klaus Rimpel online rahmen
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Klaus Rimpel
  • Klaus Rimpel
    vonKlaus Rimpel
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Ins Kino gehen, im Restaurant essen, Urlaub am Gardasee machen – ist das ein Privileg? Nein, es war mal unser normales Leben. Und es muss unser Ziel sein, dass all das möglichst schnell wieder Normalität wird – nicht nur weil solche Vergnügungen unserer Psyche gut tun, sondern auch weil unsere Wirtschaft wieder anrollen muss.

Insofern ist es die falsche Frage, wenn es nun heißt: Sollen Geimpfte Privilegien erhalten? Es geht schlicht darum, dass sie ihre Grundrechte zurückbekommen!

Das Problem ist, dass einige Menschen – Ältere, Leute in sozialen Berufen, Polizisten – früher geimpft werden als andere. Darauf kann man nun voll Neid und Wut reagieren. Oder man kann sich für sie freuen, nach dem Motto: Endlich können über 70-Jährige wieder ohne Angst in ein klassisches Konzert gehen. Endlich bekommen Altenpfleger oder Polizisten mal eine handfeste Belohnung und nicht nur billigen Applaus, von dem sie nicht abbeißen können.

Weitere Kommentare zu politischen und gesellschaftlichen Themen finden Sie hier.

Das vor allem von der AfD bemühte Gegenargument, hier werde die „Impfpflicht durch die Hintertür“ eingeführt, sticht nicht. Es gibt zwar bei uns (anders als in etlichen anderen demokratischen Staaten) die Freiheit, ein Impf-Angebot abzulehnen. Aber daraus lässt sich kein Recht ableiten, in allen Belangen mit denen gleichgestellt zu werden, die sich im Sinne des Allgemeinwohls impfen lassen. Die Impf-Muffel bekommen ihre Grundrechte schlicht später zurück – sobald die Herdenimmunität erreicht ist, die nie erreicht würde, wenn sich alle so wie sie verweigern würden.

Klaus.Rimpel@ovb.net

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