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Kampf gegen Islamismus: Frankreich braucht unsere Empathie

GEORG ANASTASIADIS
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Spät, vielleicht zu spät hat sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron entschlossen, den Kampf mit dem militanten Islamismus aufzunehmen.

Die Bilanz der vergangenen Jahre ist schrecklich: Die traumatisierte Nation betrauert den Tod von 300 Mitbürgern, die bei islamistisch motivierten Gewalttaten zu Tode kamen. Allein 2019 wurden im Land 20 Kirchen angezündet. Zehntausende Juden haben das Land aus Angst verlassen, in den Straßen der Städte machte zuletzt ein fanatisierter Mob Jagd auf christliche Armenier. Das Sicherheitsgefühl der Menschen und der Glaube daran, dass die Politik die Probleme in den Banlieus löst, ist tief erschüttert.

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Für die klaren Worte seines Präsidenten nach der Ermordung des Lehrers Samuel Paty und dem Terror von Nizza ist Frankreich in der muslimischen Welt heftigen Anfeindungen ausgesetzt. Es braucht jetzt den Beistand seiner Freunde, ihre Empathie und die Gewissheit, in seinem Kampf um die Werte des Abendlandes nicht allein zu sein. Als umso befremdlicher und enttäuschender müssen viele Franzosen die Teilnahmslosigkeit ihrer deutschen Nachbarn empfinden. Schon wahr: Auch die stehen unter Schock, seit die Corona-Zahlen drastisch steigen. So sehr, dass sogar der Messerangriff eines Syrers auf ein schwules Paar in Dresden, den ein Mann mit seinem Leben bezahlte, wenig Beachtung fand. Doch muss die Politik ihre Sprache schnell wiederfinden. Das erwarten die Bürger zu Recht von ihr. Auch wenn manche, zumal in der CSU, gerade so tun: Die öffentliche Ordnung wird nicht nur durch das Coronavirus herausgefordert.

Georg.Anastasiadis@ovb.net

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