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Meinung

Kidnapping und Cyber-Attacken: Kalter Krieg im Internet-Zeitalter

Klaus Rimpel online rahmen
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Klaus Rimpel
  • Klaus Rimpel
    vonKlaus Rimpel
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Die verstörenden Bilder des „Geständnisses“ von Roman Protassewitsch erinnern an dunkelste Zeiten des Stalinismus. Der offensichtlich verprügelte Blogger gesteht seine „Schandtat“: Anders zu denken als der Machthaber…

Die Verschleppung eines Dissidenten aus einem quasi gekaperten Passagierflugzeug ist leider nur ein weiteres Beispiel dafür, wie verroht die Sitten in den internationalen Beziehungen mittlerweile sind.

Die Hoffnungen auf ein friedlicheres Zusammenleben nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion sind einer tiefen Ernüchterung gewichen. Schon der Auftragsmord an einem georgischen Tschetschenien-Kämpfer mitten in Berlin bewies, wie wenig internationale Spielregeln noch gelten. Leider kann hier der Westen keine moralische Überlegenheit beanspruchen. Die Verschleppungen nach Guantanamo oder die 2013 auf der Jagd nach Edward Snowden erzwungene Landung der bolivianischen Präsidentenmaschine kann Moskau genüsslich ins Feld führen, um Washington Doppelmoral vorzuwerfen.

Wir stecken mitten drin im Kalten Krieg 2.0. Dank der Überwachungs- und Desinformations-Möglichkeiten des Internets haben die Staaten heute Möglichkeiten, von denen sie früher nur träumen konnten. Vielleicht kann das, was damals den Ausweg bot, auch heute helfen: Nachrüstung der Cyber-Abwehr. Und dann Abrüstungsverhandlungen, um aus der Eskalations-Spirale zu entkommen und sich wieder auf Spielregeln zu einigen.

Klaus.Rimpel@ovb.net

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