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Große Trauer um Karl Dall: TV-Ikone und Komiker gestorben

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Große Trauer um Karl Dall: TV-Ikone und Komiker gestorben

Schock in der TV-Welt: Komiker und TV-Legende Karl Dall ist gestorben! Vor Kurzem wurde er wegen …
Große Trauer um Karl Dall: TV-Ikone und Komiker gestorben

Italien und die Seenotretter Zynischer Vergleich GEORG ANASTASIADIS

Italien und die Seenotretter. Zynischer Vergleich .

GEORG ANASTASIADIS

Seenotretter gegen Salvini – und umgekehrt: Die Bilder der vor Lampedusa ankernden Migrantenschiffe halten Europa nun schon den ganzen Sommer über in Atem. Sie helfen beiden Kontrahenten: Italiens (Bald-Ex-)Innenminister Salvini nutzt den Konflikt, um sich seinen Italienern als Bollwerk gegen den Ansturm der Flüchtlinge zu empfehlen (und um von der Regierungskrise in Rom abzulenken, die er selbst angezettelt hat). Und die Retter erfreuen sich einer davor nie erlebten Flut an Spenden. Auch sie haben, wie Salvini, eine politische Agenda: Sie wollen Italiens strikten Asylkurs, der in Wahrheit ja Teil der europäischen Politik der Abwehr afrikanischer Zuwanderer ist, zu Fall bringen und ihren Pendelverkehr zur libyschen Küste möglichst ungehindert wieder aufnehmen – auch auf die Gefahr hin, dass das weitere Menschen dazu verleitet, sich in die Hand von Schleusern zu begeben und ihr Leben in Gefahr zu bringen.

Deshalb stoßen vermittelnde Stimmen auf taube Ohren. Spaniens sozialistische Regierung hat ihre Bereitschaft bekundet, das Rettungsschiff „Open Arms“ in den drei Tage entfernten Hafen von Menorca einlaufen zu lassen. Für dieses Angebot muss sich Madrid von Salvini wie Rettern gleichermaßen verhöhnen lassen. Letztere vergleichen die Lage auf dem Schiff mit der eines „libyschen Lagers, aber in italienischen Gewässern“. Bei allem Verständnis für die nervliche Anspannung der Geretteten an Bord: Wenn es stimmt, was Menschenrechtler über die Zustände in diesen Lagern berichten, ist das ein zynischer Vergleich.

Georg.Anastasiadis@ovb.net

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