Lehren aus dem Schulgipfel: Im Neuland Internet

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Tibor Pézsa

Manchmal liegt der größte Fortschritt darin, dass man erkennt, wo man seit Jahren auf der Stelle tritt.

Das ist aber auch schon das Beste, was man über den Bildungsgipfel im Kanzleramt sagen kann. Laptops für Lehrer und Ausbildung von IT-Administratoren an Schulen? Ja, so etwas braucht man im Neuland Internet. Auch eine leistungsfähige Internetanbindung von Schulen wäre sinnvoll. Aber das war leider sehr wenig, und all das zusammen ist auch noch kein Konzept, wie Schulen und Schüler das Internet zum Lehren und Lernen am besten nutzen können.

Es ist, als ob die Corona-Krise Schuldeutschland aus einem rasenden Stillstand gerissen hätte. Denn wer das System Schule kennt, der weiß, wie sehr sich die meisten Beteiligten anstrengen, wie riesenhaft aber auch die Schwierigkeiten zwischen Integration und Richtlinien, Dokumentationspflichten, Vorgaben und überforderten Eltern, Kindern und Lehrern sein können. Die derzeitige Aufregung ums Lüften, Hygieneregeln, Abstand, Masken und Aufgaben per Mail gleicht den Rückstand nicht aus. Geld ersetzt keinen Geist. Flügelschlagen auch nicht.

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