Harry und Meghan geben Titel ab Ein hoher Preis für etwas Abstand

Harry und Meghan geben Titel ab. Ein hoher Preis für etwas Abstand .

MARC BEYER

Auch ohne die Schauspielvergangenheit von Meghan Markle, die nun bald aus dem britischen Königshaus ins leichtere Unterhaltungsfach zurückkehren könnte, wäre das Thema bester Filmstoff. Liebe und Leid, Macht und Intrigen, Aufopferung und Rebellion – es steckt alles drin.

Die jüngste Zuspitzung bündelt all diese Stränge und führt sie zu einem Ende, das nicht gut ist, aber zumindest versöhnlich. Mehr war nicht zu erwarten, zu unvereinbar waren die Positionen. Hier die Queen, deren ganzes Leben, früh geprägt durch den Thronverzicht ihres Onkels König Edward, im Zeichen von Disziplin und Pflichterfüllung stand. Dort Prinz Harry, angeblich der Lieblingsenkel, der schon als Kind mit dem Tod seiner Mutter Diana mehr Opfer bringen musste, als einem Menschen je zugemutet werden sollten.

Nun ist Harry bereit, mit dem Verlust des Titels „Königliche Hoheit“ einen hohen Preis zu zahlen, um Abstand zwischen sich und die Royals zu bringen. Das passt nicht ins Bild des verwöhnten Luxuspärchens, an dem viele Medien mit Inbrunst und groben Pinselstrichen malten. Die notorisch blutrünstige britische Presse ruft ihm und Meghan zum Abschied dennoch herzlose Grüße hinterher. Ein letztes Zeichen, dass sie für sich die richtige Entscheidung getroffen haben.

Marc.Beyer@ovb.net

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